Statistik zur Photovoltaik in Sachsen
Photovoltaik war in Sachsen in den letzten Jahren eine Erfolgsgeschichte mit beständig steigenden Zubauzahlen.
Waren im Jahr 2003 erst 3 MW an Leistung installiert so führte die Novellierung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) mit einer erstmalig kostendeckenden Einspeisevergütung für Solarstrom ab dem Jahr 2004 zu einem Zubauboom. Im Jahr 2007 wurde bei Brandis in der Nähe von Leipzig mit dem Bau des zum damaligen Zeitpunkt größten Photovoltaikkraftwerks der Welt mit 40 MW Leistung begonnen.
Zum 31.12.2009 waren in Sachsen Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 274 MW installiert, alleine im Jahr 2009 betrug der Zubau 110 MW.
Die sächsische Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis zum Jahr 2020 mindestens 480 GWh pro Jahr an Strom aus Photovoltaik erzeugt werden sollen. Die dafür benötigte installierte Leistung liegt je nach Einstrahlungsbedingungen zwischen 500 MW und 600 MW.
Bei einer Fortschreibung des aktuellen Trends wird dieses Ziel vermutlich deutlich eher erreicht.
Auf jeden der 4,17 Millionen Einwohner Sachsens entfiel Ende 2009 eine installierte Photovoltaikleistung von 66 Watt. Im Vergleich dazu betrug die installierte Photovoltaikleistung in Deutschland zu diesem Zeitpunkt 9.785 MW, was bei 82,1 Millionen Bewohnern einer installierten Pro-Kopf-Leistung von 119 Watt entspricht.
Über den Wälzungsmechanismus des EEG wird der Aufpreis für EEG Strom im Vergleich zum Marktwert über alle "nicht privilegierten Letztverbraucher" auf den Strompreis umgelegt. Mit wenigen Ausnahmen bei sehr energieintensiven industriellen Großbetrieben sind dies alle Stromverbraucher in Deutschland.
Die EEG Jahresabschlussrechnungen werden jährlich auf den Seiten der Bundesnetzagentur veröffentlicht.

